IDOMENEO

Gefördert durch den Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)


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IST DIE VERSORGUNGSREALITÄT IN DER GEFÄßMEDIZIN LEITLINIEN- UND VERSORGUNGSGERECHT?

Eine Qualitätsinitiative der BARMER und GermanVasc am Beispiel der peripheren arteriellen Verschlusserkrankung (pAVK)

Projektziele


  • Connector.

    Prüfung existierender Qualitätsindikatoren

    a) systematische Sammlung existierender Qualitätsindikatoren

    b) Testen der Messbarkeit der Qualitätsindikatoren an retrospektiven Routinedaten

  • Connector.

    Prüfung neuer Qualitätsindikatoren

    a) Entwicklung neuer Qualitätsindikatoren inkl. patientenrelevanter Outcomes

    b) Testen der neuen Qualitätsindikatoren in prospektiven Erhebungen

  • Connector.

    Prüfung eines Benchmarking-Konzeptes

    a) Entwicklung eines Benchmarking-Konzeptes

    b) Pilot-Testen des Benchmarking-Konzeptes

Themenfeld


  • Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und Patientensicherheit in der Versorgung
  • Verbesserung von Instrumenten zur Messung von Lebensqualität für bestimmte Patientengruppen
  • Einsatz und Verknüpfung von Routinedaten zur Verbesserung der Versorgung

Identifikation und Definierung von Qualitätsindikatoren und patientenrelevanten Outcomes sowie deren valide Messung über Primär- und Routinedaten bei der invasiven stationären Behandlung und Nachbetreuung von Patienten mit einer symptomatischen peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) ab Stadium II (nach Fontaine) in 30 deutschen Gefäßzentren.

Placeholder

Endovaskuläre Behandlung


Die Behandlung der pAVK erfolgt seit Jahren zunehmend endovaskulär. In einer weiteren deutschlandweiten Erhebung zur Behandlung der pAVK zwischen 2005 und 2009 zeigte sich eine Zunahme endovaskulärer Verfahren um 46 % und ein Anstieg der stationären Behandlungskosten um 21 %. Die durchschnittlichen Behandlungskosten be-trugen in 2009 pro Fall 4.506 € für die Behandlung der Claudicatio intermittens und 6.791 € für die Behandlung der kritischen Extremitätenischämie (Malyar et al. 2013).


Placeholder

Offen-chirurgische Behandlung


Obwohl sich ein klarer Trend zu endovaskulären Therapieverfahren beobachten lässt, stellen die offen-chirurgischen Therapiealternativen (Thrombendarteriektomie, Bypassverfahren etc.) vor allem bei der Behandlung der kritischen Extremitätenischämie noch eine relevante Gruppe dar.


Zentren


Bereits etwa 30 Zentren haben sich zur Teilnahme und konsekutiven Übermittlung aller Behandlungsfälle für 9 Monate mit 12 Monate Follow-up bereit erklärt. Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen!

Konsortium

S. Debus

E. S. Debus

Prof. Dr.


Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitäres Herzzentrum Hamburg, Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin, Konsortialführung



C. Behrendt

C.-A. Behrendt

Dr.


Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Gefäßmedizin,

Leitung GermanVasc, stellv. Konsortialführung


M. Härter

M. Härter

Prof. Dr. Dr.


Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Lebensqualität und Methodik



L. Kriston

L. Kriston

PD Dr.


Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie, Lebensqualität und Methodik


H. Federrath

H. Federrath

Prof. Dr.


Universität Hamburg, Fachbereich Informatik, Arbeitsbereich Sicherheit in verteilten Systemen, Plattformentwicklung, Datenschutz und Datensicherheit



U. Marschall

U. Marschall

Dr.


BARMER, Hauptverwaltung, Medizin und Versorgungsforschung, Routinedaten, Data Warehouse


C. Straub

C. Straub

Prof. Dr.


BARMER, Vorstandsvorsitzender



Zeitplan


Die Förderung durch den Innovationsfond beginnt am 1. April 2017 und läuft über 3 Jahre (bis 31. März 2020). Neben einer methodischen Vorbereitung erfolgt die Entwicklung und Programmierung der Registerplattform zu Beginn des Konsortialprojektes, um zeitnah mit der Erhebung der Primärdaten zu beginnen.

Registerplattform
04/17


Die Arbeit an der datenschutzkonformen und datensicheren Registerplattform beginnt ab April 2017. Das Lastenheft soll im April 2017 finalisiert werden.


Retrospektive Daten
04/17


Mit der Auswertung der Routinedaten der BARMER von 2007 bis 2017 wird ab April 2017 begonnen. Hierbei werden umfassende Analysen zu verschiedenen pAVK-relevanten Themen durchgeführt.


Routinedatenvalidierung
2020


Die parallel erhobenen Routinedaten und Primärdaten der GermanVasc Plattform sollen wechselseitig validiert werden. Hierbei wäre ein Matching auf Personenebene wünschenswert. Aufgrund von Datenschutzvorgaben wird voraussichtlich auf ein Matching auf Kohortenebene zurückgegriffen.


Reviews und DELPHI
04/17


Zur Sammlung bereits verfügbarer Qualitätsparameter erfolgen mehrere systematische Übersichtsarbeiten mit einem anschließenden DELPHI-Prozess mit Experten zur Konsentierung des Parametersatzes.


Prospektive Erhebung
09/17


Nach einer Pilotphase soll ab dem dritten Quartal 2017 mit der Erhebung von Primärdaten über die GermanVasc-Registerplattform begonnen werden. Dabei werden 10.000 Patienten an 20-30 Zentren innerhalb von 9 Monaten eingeschlossen. Das Follow-up beträgt 12 Monate.


Rechtsgutachten
2019


Die Erkenntnisse eines umfassenden Rechtsgutachtens sollen voraussichtlich im Jahr 2019 in die Weiterentwicklung der Registerplattform einfließen.